Gespräche auf dem roten Sofa förderten Integrationsverständnis

„Oase der Vielfalt“ war ein Erfolg für Migrationshilfe und Flüchtlingsarbeit in Schwerin


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tl_files/naf/Verschiedenes/100930_IKW_SN/100930_IKW_SN_OdV (31).JPG Schwerin, 04.10.10 – Am 30. September und 01. Oktober 2010 konnten Passanten auf dem roten Sofa am Südufer des Pfaffenteichs die Möglichkeit nutzen, durch das Halten von Schildern wie „Zukunft“, „Chance“, „Anerkennung“ oder auch „Respekt“ zu zeigen, worauf es ihnen bei der Integration ankommt.

Zur „Oase der Vielfalt“ hatte die VSP gGmbH gemeinsam mit dem Integrationsfachdienst Migration REKOBIM und dem Netzwerk Arbeit für Flüchtlinge (NAF) anlässlich der Interkulturellen Woche „Zusammenhalten – Zukunft gewinnen“ und dem Tag des Flüchtlings in Schwerin geladen.

VSP-Geschäftsführer Thomas Littwin: „Gerade jetzt, wo öffentlich scheinheilige Fragen nach dem Sinn und Ziel von Integration gestellt werden, wollen wir uns mit unseren Partnern aus der Migrationshilfe und Flüchtlingsarbeit zeigen und mit den Menschen auf der Straße reden.“

Viele Schwerinerinnen und Schweriner sowie Urlauber aus verschiedensten Nationen nutzten die Möglichkeit zum Gedankenaustausch und ließen sich auf dem Dialogsofa fotografieren.

„An unserem Stand begegneten uns die unterschiedlichsten Haltungen zum Thema Zuwanderung – von völliger Zustimmung bis Ablehnung“, berichtete NAF-Koordinatorin Angela Leymannek.

Olga Rode vom Integrationsfachdienst Migration REKOBIM ergänzte: „Das Wissen über das Thema ist oft sehr lückenhaft“. So sei etwa vielen Leuten gar nicht bewusst, dass von rund 82 Millionen Einwohnern Deutschlands mehr als 15 Millionen einen Migrationshintergrund haben.

Nachdrücklich unterstützt wurde die Aktion nicht nur vom städtischen Integrationsbeauftragten Dimitri Avramenko, sondern auch vom Flüchtlingsrat M-V.

„Die Begegnungen auf dem roten Sofa sind eine ideale Möglichkeit, Berührungsängste zwischen Einheimischen und Zuwanderern abzubauen“, erklärte die Vorsitzende des Flüchtlingsrates, Ulrike Seemann-Katz. Integration sei kein Selbstläufer. Sie müsse gefördert und auch individuell zugelassen werden. „Wir sollten lernen, unseren Gästen willkommen zu sagen“, so Seemann-Katz.

Die grundsätzlich positive Resonanz wird auch auf den zahlreichen entstandenen Bildern deutlich. Diese können in einer Fotogalerie betrachtet werden.

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